› Aus diesen frühen Meisterkursen entstand 2011 die Heidelberger Frühling Liedakademie. Inzwischen haben über 250 Künstler*innen als Stipendiat*innen ihren Weg nach Heidelberg und von hier aus in die Welt gefunden. Mit dem Liedfestival 2026 feiert der Heidelberger Frühling 20 Jahre dieser Nachwuchsförderung — und eröffnet das einwöchige Liedspektakel im Juni, womit alles begann: mit den „Wunderhorn“-Liedern von Gustav Mahler, im Eröffnungskonzert aufgeführt von Thomas Hampson und seinem langjährigen Klavierpartner Wolfram Rieger. Aus der Arbeit der Liedakademie erwuchs die Überzeugung, das Potenzial Heidelbergs als internationale Liedstadt auszubauen. Heidelberg vereint seit Jahrhunderten Wort und Musik — vom Codex Manesse über die Heidelberger Romantik bis hin zum Hip-Hop. 2016 führte dieses Bewusstsein zur Gründung des Heidelberger Frühling Liedzentrums. Seit Januar 2026 ist Julian Prégardien, der renommierte Tenor und Liedvermittler, Künstlerischer Leiter dieses einzigartigen Zentrums für das Lied. Die USA im FokusDas Liedfestival-Programm 2026 kreist um das zentrale Thema Identität: Sie entsteht da, wo Herkunft und Tradition auf Aufbruch und neue Wege treffen — zwischen Wort und Musik, Vergangenheit und Gegenwart, Innenwelt und Außenwelt. Neben den Heidelberger Jubiläen richtet sich der Blick auf die USA, die in diesem Jahr 250 Jahre Unabhängigkeit feiern. Der Eröffnungssonntag stellt die Frage, was gewesen wäre, wenn Franz Schubert in das Land seiner Träume — Amerika — gereist wäre. In Mitmach-Workshops und einem Kollektivkonzert kann das Publikum selbst in diese Gedankenwelt eintauchen. Und gemeinsam mit dem Sonderforschungsbereich „Heimat(en)“ der Universität Heidelberg widmet sich ein Workshoptag der Liedakademie dem „American Song“. Das britische Vokalensemble APOLLO5 blickt mit seinem Programm „Homeward Bound — Heimwärts“ mit Liedern von George Gershwin, Eric Whitacre und eigens für sie komponierter Musik über den Atlantik. Junge Talente und ein Wiener Liedermacher-AbendUnd was erwartet die Besucher*innen noch beim Liedfestival? Das Duo um Sängerin Lena Kuchling beschert mit herrlichen Eigenkreationen einen Wiener Liedermacher-Abend im Karlstorbahnhof. Das re:start-Programm trägt das Lied mit mehreren Konzerten bei freiem Eintritt mitten in die Stadt hinein. Und wie immer sind die jungen Talente der Liedakademie in öffentlichen Meisterklassen mit Thomas Hampson hautnah bei der Arbeit zu erleben. Sie haben auch das letzte Wort, wenn sie im schon fast kultstatusreifen Abschlusskonzert begeistern — und das auf der großen Bühne des frisch sanierten Konzerthauses Stadthalle Heidelberg. ‹
Heidelberger Frühling Liedfestival
13. bis 20. Juni 2026
Konzerthaus Stadthalle Heidelberg, Aula der Alten Universität Heidelberg, Karlstorbahnhof und weitere Locations in Heidelberg
www.heidelberger-fruehling.de
Heidelberger Frühling Liedfestival
13. bis 20. Juni 2026
Konzerthaus Stadthalle Heidelberg, Aula der Alten Universität Heidelberg, Karlstorbahnhof und weitere Locations in Heidelberg
www.heidelberger-fruehling.de
Bildnachweis:
Julian Prégardien, Foto: Chris GonzHeidelberger Frühling Liedfestival
Unter dem Motto „Das Lied in seiner ganzen Vielfalt entdecken!“ veranstaltet der Heidelberger Frühling seit 2022 alljährlich im Juni ein Liedfestival. In diesem Jahr steht Johannes Brahms im Fokus.Das Festival umfasst 26 Veranstaltungen, darunter innovative Formate wie ein Lied.LAB und ein musikalischer Museumsparcours, Liederabende mit renommierten Gesangskünstler*innen sowie aufstrebenden jungen Talenten. Darüber hinaus ist der aktuelle Stipendiat*innen-Jahrgang der Heidelberger Frühling Liedakademie mit öffentlichen Meisterklassen und dem Abschlusskonzert in ihrer finalen Arbeitsphase zu erleben. Eröffnet wird das Liedfestival mit einem „Liedfest für alle“ bei freiem Eintritt auf dem Marlene-Dietrich-Platz vor dem Karlstorbahnhof Heidelberg.
TerminSA 13. bis SA 20. Juni 2026
AdresseInternationales Musikfestival Heidelberger Frühling gGmbH // Friedrich- Ebert-Anlage 50 // 69117 Heidelberg
SpielorteAula der Alten Universität Heidelberg, Völkerkundemuseum, Kurpfälzisches Museum, Karlstorbahnhof
