› „Mit dem Motto ‚Zurück nach vorn‘ schlagen wir einen Bogen von der Vergangenheit bis zur Zukunft“, erklärt Intendant Thorsten Schmidt. „In diesem Sinne ist es auch ein Plädoyer für Kontinuität durch Erneuerung, für die Rückbindung an Werte wie Neugier, Offenheit und Diskursfreude, die das Festival seit seiner Gründung tragen.“ Einer der Höhepunkte ist sicherlich der Tag des „Offenen Konzerthauses“ am 15. März: Pianist und Dirigent Fabian Müller und sein Orchester The Trinity Sinfonia bespielen in verschiedenen Formationen sämtliche Räume des Konzerthauses Stadthalle. Klingt es so „wie früher“ oder anders? Das Publikum kann hier gemeinsam mit den Künstler*innen auf eine Klang-Entdeckungsreise gehen. Auf dem Programm stehen erneut die Werke des Eröffnungskonzerts — Beethovens Eroica-Sinfonie und sein Klavierkonzert Nr. 5 mit Igor Levit als Solist — sowie eine Mozart-Sinfonie. Das Programm für Groß und Klein wird ergänzt durch re:start-Konzerte bei freiem Eintritt, damit wirklich jede und jeder die Möglichkeit hat, die „neue“ Stadthalle zu erkunden. Von Debussy bis Prokofjew Die großen Stars dürfen beim Heidelberger Frühling Musikfestival nicht fehlen! Lang ersehnt ist der Besuch des Ausnahmegeigers Augustin Hadelich, der mit seinem Klavierpartner Charles Owen Violinsonaten von Debussy bis Prokofjew mitbringt. Oder Barbara Hannigan, die kanadische Sängerin mit ihrem sphärisch klaren Sopran, die eine der faszinierendsten Persönlichkeiten des gegenwärtigen Klassikbetriebs ist. Die in Heidelberg immer wieder gefeierte Elbphilharmonie-Organistin Iveta Apkalna bespielt wieder die Orgel der Jesuitenkirche. Und Pianist Igor Levit, der Co-Künstlerische Leiter des Musikfestivals, gibt sich in gleich sieben Veranstaltungen die Ehre.
Johann Sebastian Bach begegnet den Zuhörer*innen beim diesjährigen Musikfestival immer wieder. Sei es im reinen Bach-Rezital der Ausnahmepianistin Angela Hewitt, bei den Orchestersuiten mit der Akademie für Alte Musik Berlin oder in den berühmten Goldberg-Variationen mit NEVERMIND, einem Ensemble rund um den Cembalisten Jean Rondeau. Ein weiterer Komponisten-Schwerpunkt ist dem 2024 verstorbenen Wolfgang Rihm gewidmet. Der Heidelberger Frühling ehrt ihn mit einem „Fest für Wolfgang Rihm“ mit hochkarätigen Aufführungen seiner Werke und pointierten Wortbeiträgen unter anderem von und mit Igor Levit. Ein ganz besonderes Erlebnis versprechen die Konzerte des schwedischen Kammerorchesters O/Modernt, das eine Residenz unter dem Motto „Hausbesetzung“ mit fünf Veranstaltungen im Konzerthaus Stadthalle gestaltet. Die Musiker*innen und der Geiger und Leiter Hugo Ticciati haben sich auf die Fahnen geschrieben, die klassische Musik neu zu erfinden. Nichts bei O/Modernt solle fertig „aus dem Regalfach“ genommen werden, sagt Hugo Ticciati. „Wir sind ein veränderlicher Organismus, der jederzeit auf seine Umweltbedingungen reagiert. Was wir tun, ist eine ergebnisoffene Vision. Wir gestalten die Musik im Einklang mit dem Raum, dem Licht, und vor allem mit dem Publikum. Das Entscheidende geschieht aus dem Moment heraus.“ Ein neugieriges Publikum darf sich auf Programme von Hildegard von Bingen bis Radiohead freuen, auf spannende Konzertformate wie eine geführte Meditation mit Musik oder eine Late-Night-Session und auf Solistengäste wie Jess Gillam, die britische Starsaxofonistin.Musikalische KurzabenteuerWer Lust auf musikalische Kurzabenteuer hat, dem sei das neue Format der Apéro-Konzerte empfohlen: Am Freitagabend läuten sie nicht nur das Wochenende ein, sondern sind auch der perfekte Start in den Konzertabend. Mit einem Getränk in der Hand gibt es kurzweilige und abwechslungsreiche Programme im Kammermusiksaal. Und die Mittagskonzerte laden als Kurzkonzerte zu einer musikalischen Mittagspause ein.Dass es den Heidelberger Frühling immer wieder auf Wege fernab der Klassik verschlägt, ist kein Geheimnis. Im Musikfestival 2026 gilt es zu entdecken: die Sängerin Aynur Doğan, die Stimme Kurdistans schlechthin. Den in Heidelberg sehr geschätzten Mandolinisten Avi Avital, der das Publikum auf eine Reise durch Süditalien einlädt. Und das Bridges Kammerorchester, das arabische, persische und europäische Klassik, zeitgenössische Musik, osteuropäische Folklore sowie zentral-asiatische und lateinamerikanische Klänge verbindet.Der Festivalcampus lädt einEin weiteres Highlight im Festivalprogramm sind die Konzerte mit dem Festivalcampus, bestehend aus jungen Musiker*innen, die gerne auch mit experimentellen Formaten auftreten. Besonderen Stellenwert nimmt ein Konzertprojekt ein, für das ein 17-köpfiges Ensemble aus den Reihen des Festivalcampus mit den beiden Inspirationsfiguren Nicolas Altstaedt und Igor Levit zusammenarbeitet. Auch bei den re:start-Konzerten des Heidelberger Frühling engagieren sich die Mitglieder des Festivalcampus. Dabei handelt es sich um Stadtteil-Konzerte bei freiem Eintritt, die Menschen niedrigschwellig durch Musik verbinden möchten. Ein ganz besonderes Experiment wird das re:start-Konzert im Carl-Bosch-Museum sein. Die aktuelle Sonderausstellung zum Thema „Wellen“ inspirierte den preisgekrönten jungen Cellisten aus Australien James Morley zu einem außergewöhnlichen Solo-Programm, das sein Instrument auf selten gehörte Weise erlebbar macht. ‹
Heidelberger Frühling Musikfestival
14. März bis 19. April 2026
Konzerthaus Stadthalle Heidelberg, Aula der Alten Universität Heidelberg und weitere Locations in Heidelberg
www.heidelberger-fruehling.de
Tipp!
Neu beim Heidelberger Frühling ist das U30-Ticket: Menschen unter 30 Jahren erhalten ab drei Tage vor dem Konzert online sowie an der Abendkasse Tickets für 8 Euro! Und wer als Familie ins Konzert gehen möchte, kann das „Familienticket“ nutzen: Jedes Mitglied der Familie (maximal 2 Erwachsene, mindestens 1 Kind ab 3 Jahre bis Ende der Schulzeit) zahlt nur die Hälfte des regulären Ticketpreises.Heidelberger Frühling Musikfestival
14. März bis 19. April 2026
Konzerthaus Stadthalle Heidelberg, Aula der Alten Universität Heidelberg und weitere Locations in Heidelberg
www.heidelberger-fruehling.de
Bildnachweis:
Hugo Ticciati Foto: Kaupo KikkasHeidelberger Frühling Musikfestival
das Heidelberger Frühling Musikfestival gilt laut Deutschlandradio als „eines der innovativsten Musikfestivals in Deutschland“ und zieht in über 100 Veranstaltungen mehr als 47.000 Besucher an. Neben hochkarätig besetzten Konzerten, innovativen Produktionen und Formaten gilt ein besonderes Augenmerk des Festivals der mit Heidelberg eng verbundenen Gattung des Liedes.
TerminSA 14. März bis SO 19. April 2026
AdresseInternationales Musikfestival Heidelberger Frühling gGmbH // Friedrich- Ebert-Anlage 50 // 69117 Heidelberg
SpielorteStadthalle Heidelberg und zahlreiche weitere Spielorte in Heidelberg
