› Als im Jahr 1987 der Roman „The Physician“ des US-amerikanischen Schriftstellers Noah Gordon unter dem Titel „Der Medicus“ auf dem deutschen Buchmarkt erschien, revolutionierte dies das Genre des historischen Romans. Allein in Deutschland verkaufte sich das fast 850 Seiten starke Buch mehr als sechs Millionen Mal und bot seiner Leserschaft einen umfassenden und faszinierenden Einblick ins Mittelalter und in die mittelalterliche Medizin.
Die „wahre Medizin“Der Roman beginnt in der Welt der Bader und Quacksalber, in der der junge Protagonist Rob Cole aufwächst. Fahrende Heiler bieten auf den Marktplätzen der mittelalterlichen Städte Wundertinkturen gegen alle Formen von Krankheiten an, ziehen Zähne, heilen Knochenbrüche und lassen die Patienten reihenweise zur Ader, meist mehr Schaden verursachend als heilend. Da Rob von dem Wunsch getrieben wird, spezifischer auf das Leid der Menschen eingehen zu können, macht er sich auf, um im Fernen Osten durch arabische Gelehrte die „wahre Medizin“ kennenzulernen. Neugier und Wissensdurst bringen ihn schließlich dazu, die Konventionen seiner Zeit zu durchbrechen und mit der detailgenauen, wissenschaftlichen Erforschung des menschlichen Körpers zu beginnen.Exponate aus den Uffizien und dem LouvreAm 8. Dezember startet nun mit „Medicus — Die Macht des Wissens“ im Historischen Museum der Pfalz in Speyer eine kulturhistorische Ausstellung zur Geschichte der Medizin, die ausgehend von der fiktionalen Erzählung die komplexe Entwicklung des medizinischen Fortschritts vom Altertum bis in die Gegenwart thematisiert. Zu sehen sind Zeugnisse aus rund 5.000 Jahren Menschheitsgeschichte und unterschiedlichsten kulturellen Kontexten, wie mesopotamische Tontafeln und ägyptische Papyri, die jahrtausendealte Gesundheitsrezepte überliefern, Grabfunde aus römischer Zeit, die eine Vielzahl an medizinischen Berufen belegen, sowie Votivgaben und Götterstatuen, die illustrieren, dass der Glauben bereits im antiken Griechenland Berge versetzen sollte. Als Leihgeber konnten unter anderem die Florenzer Uffizien, der Pariser Louvre sowie zahlreiche namhafte Häuser in Deutschland gewonnen werden.
Für sein Vermittlungskonzept hat sich das Museum zudem einen „kreativen Berater“ mit ins Ausstellungsteam geholt: Deutschlands beliebtester Arzt Dr. Eckart von Hirschhausen ist bekannt dafür, medizinische Inhalte auf humorvolle Art und Weise zu vermitteln und gesundes Lachen mit nachhaltigen Botschaften zu verbinden. Für die Ausstellung in Speyer bereichert er den Audioguide mit seinen Anekdoten und ist prominenter Gast und Gesprächspartner bei einer Talkveranstaltung mit der Journalistin Bernadette Schoog.‹
Medicus — Die Macht des Wissens
08. Dezember 2019 bis 21. Juni 2020
Historisches Museum der Pfalz, Speyer
www.medicus-ausstellung.de
#MedicusAusstellungSpeyerInfos zu Gruppenführungen und Veranstaltungen unter Telefon 06232 620222 und reservierung@museum.speyer.de
Die „wahre Medizin“Der Roman beginnt in der Welt der Bader und Quacksalber, in der der junge Protagonist Rob Cole aufwächst. Fahrende Heiler bieten auf den Marktplätzen der mittelalterlichen Städte Wundertinkturen gegen alle Formen von Krankheiten an, ziehen Zähne, heilen Knochenbrüche und lassen die Patienten reihenweise zur Ader, meist mehr Schaden verursachend als heilend. Da Rob von dem Wunsch getrieben wird, spezifischer auf das Leid der Menschen eingehen zu können, macht er sich auf, um im Fernen Osten durch arabische Gelehrte die „wahre Medizin“ kennenzulernen. Neugier und Wissensdurst bringen ihn schließlich dazu, die Konventionen seiner Zeit zu durchbrechen und mit der detailgenauen, wissenschaftlichen Erforschung des menschlichen Körpers zu beginnen.Exponate aus den Uffizien und dem LouvreAm 8. Dezember startet nun mit „Medicus — Die Macht des Wissens“ im Historischen Museum der Pfalz in Speyer eine kulturhistorische Ausstellung zur Geschichte der Medizin, die ausgehend von der fiktionalen Erzählung die komplexe Entwicklung des medizinischen Fortschritts vom Altertum bis in die Gegenwart thematisiert. Zu sehen sind Zeugnisse aus rund 5.000 Jahren Menschheitsgeschichte und unterschiedlichsten kulturellen Kontexten, wie mesopotamische Tontafeln und ägyptische Papyri, die jahrtausendealte Gesundheitsrezepte überliefern, Grabfunde aus römischer Zeit, die eine Vielzahl an medizinischen Berufen belegen, sowie Votivgaben und Götterstatuen, die illustrieren, dass der Glauben bereits im antiken Griechenland Berge versetzen sollte. Als Leihgeber konnten unter anderem die Florenzer Uffizien, der Pariser Louvre sowie zahlreiche namhafte Häuser in Deutschland gewonnen werden.
Für sein Vermittlungskonzept hat sich das Museum zudem einen „kreativen Berater“ mit ins Ausstellungsteam geholt: Deutschlands beliebtester Arzt Dr. Eckart von Hirschhausen ist bekannt dafür, medizinische Inhalte auf humorvolle Art und Weise zu vermitteln und gesundes Lachen mit nachhaltigen Botschaften zu verbinden. Für die Ausstellung in Speyer bereichert er den Audioguide mit seinen Anekdoten und ist prominenter Gast und Gesprächspartner bei einer Talkveranstaltung mit der Journalistin Bernadette Schoog.‹
Medicus — Die Macht des Wissens
08. Dezember 2019 bis 21. Juni 2020
Historisches Museum der Pfalz, Speyer
www.medicus-ausstellung.de
#MedicusAusstellungSpeyerInfos zu Gruppenführungen und Veranstaltungen unter Telefon 06232 620222 und reservierung@museum.speyer.de
Bildnachweis:
„Der Medicus“ (Universal Pictures)Historisches Museum der Pfalz Speyer
Das Historische Museum der Pfalz sowie das Junge Museum stehen für interessante Ausstellungen, informative Wissensvermittlung und unterhaltsame Veranstaltungen. Besondere Highlights sind die Sonderausstellungen, die mit ihren vielen interaktiven Angeboten und spannenden Exponaten zahlreiche Besucher auch von außerhalb der Region anlocken. Darüber hinaus bieten die Sammlungsausstellungen einen faszinierenden Einblick in die Geschichte der Region — von der Urgeschichte über die römische Antike bis in die Neuzeit.
AdresseHistorisches Museum der Pfalz Speyer // Domplatz 4 // 67346 Speyer // Telefon: 06232 13250 // E-Mail: info@museum.speyer.de
ÖffnungszeitenDienstag bis Sonntag 10–18 Uhr
Infoswww.museum.speyer.de
Ticketswww.tickets.museum.speyer.de